Vom Ostproblem zur Deutschlandfrage.
Das Problem
In Ostdeutschland gibt es weniger Vermögen weiterzugeben. Umso mehr kommt es darauf an, dass Menschen selbst Wohlstand schaffen können. Dafür braucht es Bedingungen, die Arbeit, Gründungen, Investitionen und neue Ideen möglich machen. Das ist keine Ost-Sonderfrage. Es ist eine Frage für ganz Deutschland. Genau darum geht es bei Projekt Halle.
Ostdeutschland wird leider oft über das beschrieben, was fehlt: Einkommen, Vermögen, Bevölkerung, politische Zustimmung. Vieles davon stimmt. Doch wer Ostdeutschland nur als Defizit verwaltet, fragt nicht, was Menschen hier selbst aufbauen können und was sich dafür ändern muss.
Frühindikator
Politische Entfremdung, demografischer Druck, Strukturwandel und die Grenzen staatlicher Steuerung zeigen sich im Osten oft früher oder deutlicher. Das macht Ostdeutschland nicht zum Sonderfall, sondern zum Frühindikator für Entwicklungen, die ganz Deutschland und Europa betreffen.
Viele Ostdeutsche haben erlebt, wie Gewissheiten zerbrechen und Institutionen verschwinden. Diese Erfahrung allein schafft noch keinen Vorsprung. Sie wird aber zum Vorteil, wenn neue Antworten entwickelt und praktisch erprobt werden können. Mit den nötigen Freiräumen kann Ostdeutschland zu einem der zukunftsstärksten Räume Europas werden.
Realisierungsraum
Wir bringen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammen, machen Behauptungen überprüfbar und entwickeln konkrete Vorhaben. Wir fragen, welche Bedingungen sich ändern müssen, damit mehr Menschen etwas aufbauen können – und was davon auch anderswo funktioniert.
Unser Maßstab
Uns interessiert nicht, ob eine Idee aus dem Osten kommt, sondern, ob sie funktioniert und sich übertragen lässt.
Ostdeutschland ist eine der zukunftsstärksten Regionen Europas. Aber nicht von allein.