Verankerung des Ostens in der DPA

Der Geschäftsführer des Berliner Verlages, des Schwester-Unternehmens des Ostdeutschen Verlages, Christoph Stiller, unterzeichnet mit DPA-Geschäftsführer Peter Kropsch die Gesellschafterurkunde.
Die Deutsche Presse Agentur (DPA) hat 170 Gesellschafter, hauptsächlich deutsche Medienunternehmen wie Zeitungs-, Zeitschriftenverlage und Rundfunkanstalten, die durch eine Begrenzung der Anteile die Unabhängigkeit der Agentur gewährleisten, da kein einzelner Gesellschafter die Agentur dominieren kann. Jedoch gab es seit 1990 keinen Gesellschafter, der originär aus dem Osten Deutschlands kommt und einen Schwerpunkt seiner Geschäfts- und publizistischen Tätigkeit in den fünf ostdeutschen Bundesländern nachweist.
In Vorbereitung der Etablierung eines ostdeutschen Leitmediums war uns klar, dass wir Teil dieser bundesdeutschen Institution sein sollten, wenn wir langfristig als etablierter sowie emanzipierter Partner in der Medienlandschaft Deutschlands die Anliegen des Ostens einbringen wollen.
Wir haben daher zu Beginn des Jahres 2025 die Entscheidung getroffen, eine Bewerbung als Gesellschafter der DPA auszusprechen und die Gremienarbeit begonnen. Zu unserer großen Freude wurde unser Anliegen von der Geschäftsführung unter Leitung von Peter Kropsch, Chefredakteur Sven Gösman und Aufsichtsratschef Daniel Schönigh begrüßt.
Im Sommer hat der Aufsichtsrat auf seiner 76. Aufsichtsratsversammlung unserem Antrag einstimmig zugestimmt. Die darauffolgenden juristischen Abwicklungen zwischen beiden Häusern fanden im Herbst mit der notariellen Beglaubigung der Gesellschaftervereinbarung ihren Abschluss. Wir freuen uns auf eine kooperative und ergebnisorientierte Zusammenarbeit.